Donnerstag, 8. Januar 2009

Noch ein Bogen fertig

Ich bin derzeit voll dabei beim Bogenbauen, es macht mir riesigen Spaß! Vor allem erfreut es mich sehr, aus einem unförmigen groben Stammspaltling alles weg zu nehmen, was nicht wie ein Bogen ausschaut. Der Bogen versteckt sich richtiggehend drinnen, man braucht ihn nur zu suchen ;-)

Der Bogen ist sehr schnell, die Pfeile zischen richtig davon, und läßt sich sehr weich ziehen, eigentlich untypisch für die Bogenlänge. Holz ist Osage aus den USA, es war mit Rissen überzogen, aus diesem Grund ist ein schmales zartes Bogerl rausgekommen.









Der Bogen ist 59" lang von Nock zu Nock, und bei 28" Auszugslänge hat er 51 lbs.

Das Holz war so richtig knallig schrill gelb, und so habe ich ihn gebeizt. Sieht schon gleich anders aus!

Freitag, 2. Januar 2009

Mokume Gane - 1. mißlungener Versuch

Es ist schon eine Weile her, da wollte und mußte ich unbedingt einen Ring aus Mokume Gane machen.

Was ist denn eigentlich Mokume Gane? Die Technik kommt aus Japan, und der Name Mokume Gane heißt übersetzt Holzmaserung Metall. Wer genauer darüber wissen will, einfach den Herrn Google fragen, der gibt bereitwillig Auskunft, und im Wikipedia steht auch was drinnen.

Nun zu meinen Ring, idealerweise mit Materialien aus Kupfer und Silber, und dazu mit einem Innenring aus Feinsilber, damit der (Ring)Finger sich nicht verfärbt von der zugegebenermaßen giftigen Oxid-Schicht des Kupfers. Damit ein mißlungener Versuch nicht zu kostspielig ausfällt, so habe ich statt des Silbers einfach Neusilber verwendet.

Was sich aber im Nachhinein bitter rächen sollte.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die dünnen Bleche mittels verschiedener Verfahren dauerhaft zu verbinden.
Unter anderem kann man mittels Silberlot die Bleche miteinander verlöten, der große Nachteil ist die sehr gut sichtbare Fuge des Lotes zwischen den Blechen. Sowas sieht wirklich nicht gut aus.

Eine andere Methode ist das Diffusionsschweißverfahren. Die Bleche werden zuerst miteinander sehr stark gepreßt bzw. unter hohem Druck gebracht, und werden anschließend bis knapp unterhalb der Solidustemperatur erhitzt. Dabei verbinden sich die Bleche dauerhaft.

Und was bedeutet die Solidustemperatur? Das heißt, bei dieser Temperatur geht das Metall vom festen in den breiförmigen Zustand über. Flüssig ist das noch lange nicht, und wenn das Metall dann vom breiförmigen in den flüssigen Zustand übergeht, so spricht man von Liquidustemperatur. Und zwischen dem Solidustemperatur und dem Liquidustemperatur ist ein gaaaanz schmales Grat, da sind nur wenige Celsius Grade Unterschied. Und wenn genau das passiert, so schmilzt das Metall einfach weg. Das werden wir schon sehen, und nun zu den Bildern.

Hier sieht man meine Schmiedeausstattung, ich habe zuvor zuerst einige Messerklingen geschmiedet. Auf diese Weise ist die Gasesse schon auf Betriebstemperatur für mein Mokume Gane Vorhaben.




Rechts auf dem Foto sieht man die Presse aus Werkzeugstahl, das die dünnen Bleche zuverlässig unter sehr hohem Druck bringt. Und links sieht man das fertige verschweißtes Werkstück. Und ja, ich habe nicht genau aufgepaßt, und zudem war die Gasesse ein klein wenig zu heiß eingestellt. Ein kleines Teil des Blockes ist flüssig geworden. *Hrmpf*




Und nun die große Stunde der Wahrheit: Ich habe die Kanten rundherum befeilt, etwas Material weggenommen, um zu sehen, ob die Blechschichten sich miteinander verbunden haben. Und das haben sie, ein Grund zur Freude!




Und nun aus dem Mokumeblock ein Streifen runtergesägt mit der Laubsäge, den Streifen habe ich ein klein wenig kalt verdichtet mit dem Hammer, und anschließend mit dem Gasbrenner weichgeglüht. Und wieder weiter mit dem Hammer verdichten, und wieder weichgeglüht. Und immer wieder, und so weiter und so fort. Das muß in kleinen Schritten geschehen, damit das Material nicht hart und daher in weiterer Folge spröde wird. Bei Buntmetallen wird kalt geschmiedet, dabei werden sie hart, und durch erhitzen werden sie weich. Bei Stahl ist das genau andersrum.


Und nach dem letzten Weichglüh-Vorgang habe ich einige Löcher gebohrt, und die Stege zwischen den Bohrungen mit der Laubsäge durchgesägt.
Auf diesem pdf-Dokument http://www.mokume.de/download/Ringanleitung.pdf sieht man sehr ausführlich die Vorgangsweise, einen Fingerring aus Mokume zu machen. Das habe ich nachgemacht, aber ohne zu tordieren. Ich wollte zuerst einen Fingerring mit geraden Schichten machen, und dann beim nächsten Ring das Ausgangsmaterial tordieren und verarbeiten.

Und nun wird der Schlitz vergrößert und weiter aufgemacht, und trotz mehrfachem Weichglühen und vorsichtigster Verformung ist das Neusilber spröde und in weiterer Folge rissig geworden. Blöd gelaufen.

Und wieder von vorne anfangen, aus dem Ausgangs-Block weitere Streifen runtergeschnitten, aber alle Versuche, die Streifen zu einem Fingerring aufzumachen, scheitern, da das Neusilber einfach das macht, was es will und nicht ich. *hrmpf*
Wenn es geklappt hätte, alles glatt gelaufen wäre, dann würde mein Ring in der tordierten Ausführung so aussehen:
Heute weiß ich dank eines Gespräches mit einem Fachmann, daß die Temperatur beim Weichglühen viel zu hoch war. Neusilber sollte man bis dunkelrot glühen, und ich habe in der Tat bis hellrot/orange geglüht. Viel zu heiß also, aus diesem Grund ist das Neusilber spröde geworden. Na ja, man lernt nie aus.
In nächster Zeit wage ich einen neuerlichen Versuch, aber mit der Kombination Kupfer und Silber. Habe ein Haufen Silbermünzen da, die werde ich auswalzen und zu Blech formen. Dazu brauche ich eine Goldschmiedewalze, die fehlt noch, so eine muß ich mir noch zulegen.
Das nächstes Mal muß es klappen, schließlich ist Silber ein sehr gutes Lot, es haftet und schweißt vorzüglich.
Das Vertrauen in Neusilber habe ich verloren, in nächster Zeit werde ich von diesem Material Abstand nehmen.

Montag, 29. Dezember 2008

Wieder ein Bogen fertig

Krankheitsbedingt lange im Bett liegen bleiben halte ich nicht aus.

Kaum ist der Fieberwahn verflogen, schon bin ich raus aus dem Bett und nun stehe ich in der anfangs kalten Werkstatt, die dank des Werkstattofens und Brennholz von Stunde um Stunde immer wärmer und erträglicher wird.

Nach zwei Tagen Aufenthalt in der Werkstatt, unterbrochen von vielen, vielen, vielen Pausen, möchte ich ein gerade fertig gewordenes Gemeinschaftsprojekt zeigen. Ein Gemeinschaftprojekt ist es deshalb, da ein guter Freund unbedingt ein Holzbogen mit meiner Hilfe bauen wollte. Das haben wir in der Tat umgesetzt, heute ist der Bogen fertig geworden. Mein Freund ist mit einem fetten Grinsen sowie Besitzerstolz ins ausnahmsweise tief verschneite Kärnten heimgefahren.



















Das ist kein Wunder, der Bogen ist wirklich schön geworden und leistungsmäßig ist der Bogen ein Hammer, der schmeißt die Pfeile mit einer solchen Vehemenz. So heftig, daß die Pfeile beim
Einschlag auf die Scheibe reihenweise in mehreren Teilen zersplittern.



































Der Bogen im Vollauszug:






















Die Daten des Bogens: Holz ist Osage aus Ungarn, Länge 64" von Nock zu Nock und 67 lbs Zugkraft bei 28" Auszug. Das ist kein schwacher Bogen für Weicheier ;-)

Apropos schwach: Das Aufspannen des Bogens ist nicht sooo einfach, man beachte seinen roten Kopf ob der Anstrengung ;-)



















Zwischendurch beim Bau des Bogens mußte natürlich der Durst gelöscht werden, und außerdem tötet Alkohol Krankheitserreger sowie Keime zuverlässig ab ;-)
Gerade mir kann es nicht schaden, also PROST! *hicks*











Kein Stress und viel Zeit

Seit einigen Tagen bin ich endlich zu Hause, und daher natürlich auch wieder in der Werkstatt anzutreffen.

Die Werkstatt habe ich echt vermisst, mir ist das Geruch der unterschiedlichsten Hölzer, das Aroma des alten Motoröls, die stinkenden ausgedrückten Reste der Brasil-Zigarillos aus den seit Monaten nicht ausgeleerten übervollen Aschenbechern, das ranzige Frittenfett-Aroma des Leinöles, das ich bevorzugt zur Oberflächenbehandlung meiner Holz-Objekte verwende, der Dunst des Reifengummis, der Mief eines lang nicht gelüfteten Kellers, die Lackausdünstungen des Lackdosen-Regals, der scharfe typische Geruch der Späne vom Stahl und der Flexscheiben, das rauchige Aroma des Räucherofens, der üble Gestank des Benzols aus den blöderweise nicht restlos entleerten Motorradvergasern, die aromatischen Duftschwaden vom Bienenwachs und Propolis aus den Ritzen der lagernden Bienen-Beuten, ja, das ganze Geruchskonglomerat meiner Werkstatt ist mir richtig abgegangen.

Nach all dem Stress und Arbeit in den letzten 6 Monaten kommt mir die ruhige Zeit der Weihnachtsfeiertage und des Countdowns vor dem Jahreswechsel irgendwie unwirklich vor.

Der rastlose Körper und der unter Druck stehende Geist wird plötzlich mit derRuhe, der Stille und dem Müßiggang konfrontiert. Die Folge: beide Systeme kollabrieren unbewussterweise, sie werden nicht fertig mit der neuen Situation.

Das heißt im Klartext, ich bin jetzt schwer verkühlt, der Körper ist ausgelaugt und schwach, dem Geist ergeht es ebenso. Und das immer wieder um Weihnachten herum Jahr für Jahr. Dieses Mal hat es besonders heftig zugeschlagen. *hust, spuck, schneuz, röchel, keuch*

Montag, 24. November 2008

Viel Stress und wenig Zeit II

Die letzten 10 Tage bin ich über 6000 km gefahren mit dem Auto, ständig pendeln zwischen den Häusern, zu Bau-Messen, zwei Mal zum Boot runter, Material einkaufen und transportieren, zwischendurch an dem einen Haus bauen, woanders die Wohnung renovieren, und, und, und.

Ich schätze, daß ich ca. 3 Wochen noch Stress habe, ab da aber bin ich endlich zu Hause, habe keine weiteren Verpflichtungen mehr, ich freue mich schon sehr auf die ruhige Zeit, da kann ich mich endlich an meinen Bastelprojekten weiter widmen!

Das heißt, in den nächsten 3 Wochen ist weiterhin niemand in der Werkstatt, diese dämmert traurig vor sich hin, ungeheizt ist sie auch noch, aber in drei Wochen kommt wieder Leben und Wärme rein in die Werkstatt. Hoffentlich kommt was nicht dazwischen. Würde mich nicht wundern, trotzdem aber alle schön die Daumen halten ;-)

Viel Stress, wenig Zeit, und dazwischen ein Segelboot

Seit Monaten befinde ich mich unter Dauerstreß, viel Ärger inklusive. Meinem Vater, der mich ständig begleitet (oder ist es andersrum?), ergeht es genauso. Besonders in letzter Zeit. Vor einer Woche bekamen wir einen Anruf vom Hafen. Genauergesagt von der Hafenverwaltung eines Hafens in Lignano, wo unser Segelboot ein Liegeplatz hat. Sie haben informiert, daß das Segelboot fast vor dem Untergehen war. Sie haben die Kajüte aufbrechen müssen, damit sie das eingedrungende Wasser aus dem Boot auspumpen können. Nicht schon wieder! Das erste Mal war 1979 am Neusiedler See passiert, das Wasser hatte mit Hilfe eines Unwetters einen Weg über den (kaputten) Auspuff des Bootsmotors ins Boot gefunden. Ergebnis: Bis auf den Grund abgesoffen, das Boot. Der Neusiedlersee in den späten 70ern war noch tief genug. Davon gibt es ein Foto, das muß ich erst suchen, ich stelle es später hier rein.

Wir also gleich ins Auto rein und runter nach Italien. Wir haben das Restwasser aus dem Boot gepumpt und sogleich Ursachenforschung betrieben. Das haben wir gefunden: Abflüsse in der Plicht verstopft aufgrund Nadeln, Blätter und Sand, das Regenwasser ist in der Plicht gestiegen und auf dieses Weise ist das Wasser dann in die Kajüte gelangt. Sowas ist nicht ungewöhnlich, vor ca. 2 Wochen hatte es in Lignano tagelang heftigst geregnet. So heftig, daß gute 500 Liter Wasser ins Boot eingedrungen sind. Normalerweise kommt kaum Wasser rein, leider aber ist die Plane, die das Cockpit abdeckt, genau an einem Reißverschluß gerissen. Die Plane fängt das ganze Regenwasser auf und leitet es ins Boot rein. Tja.














Nun haben wir, da der Segelmacher am Hafen auf Urlaub ist, die Plicht mit einer normalen Plane provisorisch abgedeckt. Sicher ist sicher.

Nach einer Woche waren wir wieder beim Boot (gestern) nachschauen, ob alles in Ordnung ist. Es könnte ja sein, daß irgendwo eine undichte Stelle gibt beim Boot. Es gibt ja genug eventuelle Undichtigkeitsfaktoren: Die Bilgepumpen-Ventile, Motorkühlwasserventil, die Ablaufventile, die Antriebswellenlager, das Ruderlager, und, und, und. Also viele, viele Löcher im Rumpf unter der Wasserlinie, viele Ventile natürlich mit Silikon abgedichtet, man bedenke aber, daß das Silikon schon knapp über 30 Jahre alt ist. Diese Tatsache beunruhigt irgendwie.




Samstag, 1. November 2008

Fisch+Salz+Rauch = Lecker!

Seit Kindesbeinen an bin ich ein begeisterter Angler. Bis auf das Stippfischen habe ich jede Angelart betrieben und ausprobiert, u.a. auch das Big-Game-Angeln auf tropischen Gewässern.

In den letzten 5 Jahren hat sich meine Leidenschaft Angeln ziemlich abgekühlt, zur Zeit betreibe ich nur 2-4 mal im Jahr das Fliegenfischen sowie die Fischerei auf Renken mit der Zupfrute vom Boot aus.
Meistens veredle ich meine Fänge mit Rauch, vor allem wenn es sich um Renken, Forellen, Äschen und Saiblinge handelt. Ich zeige hier meine Methode, Fische zu räuchern.

Den fangfrischen Fischen müssen unbedingt die Kiemen und Nieren entfernt werden. Das hat optische und geschmackliche Gründe. Auch die Schleimhaut muß zum größten Teil weg, einfach gründlich sauber mit klarem kalten Wasser waschen.

Ich bevorzuge das Einlegen der Fische in der Salzlake, das Einreiben der Fische mit trockenem Salz ist nicht mein Fall. Die Salzlake wird folgendermaßen angesetzt: Ich habe hier 8 Fische, dafür braucht man ungefähr zwei Liter Lake. Auf ein Liter Wasser benötigt man 100 Gramm Salz, einige Pfefferkörner, Wacholderbeeren, Senfkörner, sowie ein Loorbeerblatt. Die Gewürze mittels Mörser grob zerreiben und in die Salzlake mit reinrühren. Es wird so lange gerührt, bis das Salz sich fast vollständig aufgelöst hat. Dann die Fische rein in die Lake. Die Fische schwimmen aber auf, also beschwere ich sie. In meinem Fall lege ich auf die Fische gitterförmig einige Eßstäbchen und auf die Staberln drauf ein Teller. Schon liegen die Fische vollständig in der Lake. Und nun rein ins Kühlschrank für 10 - 12 Stunden, idealerweise über Nacht.

Nach 10 - 12 Stunden die Fische gründlich waschen, auf die Räucherhaken aufhängen und draußen hängend im Schatten abtropfen und etwas antrocknen lassen, so 15-20 min. reichen völlig.

Nun geht es zum Räucherofen. Mein Räucherofen war mal ein 80 Liter Ölfaß. In dem war Motoröl drinnen, und das Faß habe ich mir aus der Tankstelle geholt. Zuerst habe ich mit der Flex den Deckel innerhalb des Falzes aufgetrennt, damit die Stabilität des Fasses gewährleistet ist. Das Faß innen habe ich gründlich mit Fetzen sowie Küchenrollen sauber ausgewischt, und anschließend mit viel Azeton und sauberen Fetzen entfettet. Das ist aber nicht alles. Das Faß muß ausgebrannt werden. Das heißt, im Faß wird ein Feuer mit sauberen Buchenscheiteln!!! entfacht und stundenlang nachgeschürt, bis das Faß halbvoll ist. Das Holz dann ausbrennen lassen, das Faß sauber reinigen innen und nochmals das ganze von vorn. Erst dann ist das Faß sauber und frei von Rückständen, schließlich hat Feuer eine reinigende Wirkung :-)

Der Deckel des Fasses ist aus massiven Holz, in der Mitte ein Loch bzw. Aufnahme für den Thermometer. Auf den Holzdeckel habe ich einen Ring aus Stofffetzen draufgetackert, das dichtet das Faß schön ab. Der Rauch bleibt drinnen sowie die Hitze auch.

So, nun wird der Räucherofen leer ohne Fische betrieben. Das heißt, zwei Handvoll Räuchermehl auf den Boden des Fasses verteilen, Deckel drauf und auf den Gaskocher draufstellen, das mit mittlerer Flamme läuft. Nach einer Stunde Deckel weg, altes verbranntes Mehl ausschütten, neues Mehl rein, Deckel drauf und nochmals eine Stunde in Betrieb setzen. Erst DANN ist der Räucherofen präpariert zum Räuchern. Da gibt es keine unerwünschten Schadstoffe wie Öl mehr drinnen, und außerdem legt sich IM Faß vom Rauch eine Schicht an. Das Faß ist also innen richtig "konserviert", da schimmelt nichts mehr, aus. Rauch macht haltbar. Nach Gebrauch den Ofen ein Tag offen (austrocknen) lassen, Deckel drauf und in den hintersten Winkel des Kellers/Garage lagern bis zum nächsten Einsatz. Zum Beispiel nach 1 oder 2 Jahren Deckel auf, Mehl rein, Fische rein, Deckel drauf und auf´s Gasfeuer. Das war´s, mehr ist nicht zu tun.

Was wir dann noch brauchen zum Räuchern der Fische, ist ein rundes Kuchenblech, idealerweise vom Durchmesser her 2 Zentimeter kleiner als das Faß, und das Kuchenblech muß einen ca. 3-5cm hohen Rand haben. Nun schweißen wir auf die Unterseite vom Kuchenblech drei "Füße" an, die sind ca. 10cm hoch. Was hat das Kuchenblech für eine Funktion? Nun, das Kuchenblech muß den "Braten-Saft" der Fische auffangen, ansonsten verbrennt das Saft am Boden des Fasses und die Fische werden soweit unansehlich und ungenießbar.
Dann brauchen wir Gewindestangen mit Flügelmuttern. Wie man die Gewindestangen montiert, sieht man an den Fotos. Löcher bohren, Gewindestangen durch, Flügelmutter drauf, fertig. Warum Gewindestangen? Damit wir das Kuchenblech ins Faß rein- und rausnehmen kann sowie zur Reinigung des Fasses und natürlich das Ausstreuen des Räuchermehles.

So. Ins Faß kommt zuerst rein das zwei Handvoll Räuchermehl, das Kuchenblech, auf das Kuchenblech Alufolie, Gewindestangen drauf, Fische einhängen, Deckel drauf, Faß auf das Gasfeuer drauf, das war´s. Nicht ganz. Die Hitze muß über das Gasfeuer geregelt werden, darum der Thermometer. Ich mache es so:

Die erste halbe Stunde dreißig Grad, die nächste halbe Stunde sechzig Grad, und dann eine halbe bis dreiviertel Stunde auf 80 Grad. Dann die Gasflamme abdrehen und bis auf ca. 40 Grad abkühlen. Deckel auf, Fische raus aufs Teller und genießen. Guten Appetit!